Viole da gamba
Die Viole da gamba bilden die umfangreichste Instrumentengruppe im Werk Tielkes, wie es sich heute darstellt. 70 Instrumente hat Günther Hellwig aufgelistet, 94 sowie einige Fragmente werden in der bald erscheinenden Veröffentlichung zu finden sein.
Die Zahl der mehr oder weniger unverändert erhaltenen Instrumente ist bescheiden, zu oft sind sie zu Violoncelli umgebaut worden und haben dabei ihren originalen Hals eingebüßt oder gar den ursprünglichen Wirbelkasten und Kopf verloren. So bleiben in vielen Fällen nur die Korpusse als Arbeit der Tielke-Werkstatt übrig. Dennoch sind auch diese Instrumente von Interesse, denn wir können an ihnen die unterschiedlichen Größen, die verschiedenen Formen der Böden und der inneren Konstruktion ablesen. Zudem sind die Fragen nach der Art der Herstellung der gewölbten Decken und Böden auch an ihnen einer Klärung näher zu bringen.
Bei aller Unterschiedlichkeit dieser Instrumente in Aufwand und Qualität ihrer Ausstattung scheinen einige wenige Charakteristika durchlaufend erkennbar zu sein, dazu gehört die Form der C-förmigen Schalllöcher. Weniger zutreffend ist dies offensichtlich für die Größe der Korpusse, gibt es doch einige, die zwischen einer basse de viole und einer Altgambe liegen. Ob es sich dabei um division viols oder Instrumente für einen hohen Stimmton handelt, ist eine der in unserer Publikation erörterten Fragen.
Hier finden Sie wenige Probeseiten aus dem Kapitel "Viole da gamba".
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