Violoncelli
Bisher ist nur ein Violoncello bekannt geworden, dass ohne Zweifel von Joachim Tielke stammt (TieWV 72). Es ist 1693 datiert und tauchte vor mehr als zwanzig Jahren in Kopenhagen auf. Es befindet sich nun in Hamburger Privatbesitz. Nur der Korpus ist erhalten. Er ist u.a. deshalb interessant, weil die Innenseite von Decke und Boden zahlreiche Brandspuren vom Biegevorgang (?) dieser Teile aufweisen.
Ein zweites Instrument mit einem Etikett Joachim Tielkes in niederländischem Privatbesitz konnten wir noch nicht untersuchen; schon der Zettel (oben rechts in der Bildleiste) aber weist Unstimmigkeiten auf, die eine Zuschreibung an Tielke verbieten, zumal das Instrument selber "untielke'sche" Merkmale zeigt.
Von einem dritten Instrument (zu sehen unter Nr. 5 unten auf der Seite "Immer noch gesucht") kennen wir nur das Foto aus dem Auktionskatalog; es zeigt den Boden mit darauf geleimten Applikationen, wie sie von Tielke oder auch von Jakob Hinrich Goldt bekannt sind.
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