Projekt Tielke II
Vita J. Tielke
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Die Instrumente Joachim Tielkes


Kein anderer Instrumentenmacher hat eine so breite Palette an Instrumentenarten hinterlassen wie Joachim Tielke. Erhalten sind: Hamburger Cithrinchen, Mandoren, Lauten, Angelikas, Theorben (siehe dazu die Bemerkungen unter "Lauten"), Pochetten, Violinen, Violoncelli, Viole d'amore ohne Resonanzsaiten, Viole da gamba und Barytons.

Gemeinsam ist Tielkes Instrumenten die hohe handwerkliche Qualität, auch wenn diese einer gewisser Variation in den Marketerien und deren Gravuren unterliegt. Hierin spiegeln sich offensichtlich die unterschiedlichen Zulieferer wider, sicherlich aber auch die Ansprüche (und Zahlungswilligkeit) der Auftraggeber. Dies gilt auch für die Verwendung von Elfenbein bei den Köpfen einiger Viole da gamba.

Ein Anliegen der Neuausgabe wird der Nachweis der unterschiedlichen künstlerischen Vorlagen für den Dekor der Instrumente sein. Die ausführenden Handwerker werden dagegen nicht namhaft gemacht werden können. Immerhin aber sind Beziehungen zu anderen Werkstätten erkennbar, auch wenn die Art der Verbindungen nur schwer aufzuklären sein wird.

Zur einfacheren Identifikation jedes der Instrumente führen wir die H-Nummer ein, die Hellwig-Nummer. Sie nimmt die chronologische Nummerierung der ersten Auflage von 1980 auf (diese geht bis 139). Die in den Œuvrekatalog neu aufzunehmenden Instrumente tragen in der Phase der Erarbeitung der zweiten Auflage provisorische
H-Nummern ab 200; diese werden zur Drucklegung chronologisch geordnet und an die Nummerierung der ersten Auflage angeschlossen, also ab H 140 (damit wird es in der Neuauflage zwei chronologische Folgen geben).

   


Stand Mai 2009  ·   © Impressum