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Die Instrumente Joachim Tielkes
Kein anderer Instrumentenmacher hat eine so breite Palette an Instrumentenarten hinterlassen wie Joachim Tielke. Erhalten sind: Hamburger Cithrinchen, Mandoren, Lauten, Angelikas, Theorben (siehe dazu die Bemerkungen unter "Lauten"), Pochetten, Violinen, Violoncelli, Viole d'amore ohne Resonanzsaiten, Viole da gamba und Barytons.
Gemeinsam ist Tielkes Instrumenten die hohe handwerkliche Qualität, auch wenn diese einer gewisser Variation in den Marketerien und deren Gravuren unterliegt. Hierin spiegeln sich offensichtlich die unterschiedlichen Handwerker wider, sicherlich aber auch die Ansprüche (und Zahlungswilligkeit) der Auftraggeber. Dies gilt auch für die Verwendung von Elfenbein bei den Köpfen einiger Viole da gamba.
Ein Anliegen der Neuausgabe wird der Nachweis der unterschiedlichen künstlerischen Vorlagen für den Dekor der Instrumente sein. Die ausführenden Handwerker werden dagegen nicht namhaft gemacht werden können. Immerhin aber sind Beziehungen zu anderen Werkstätten erkennbar, auch wenn die Art der Verbindungen nur schwer aufzuklären sein wird.
Im Zentrum unserer Publikation steht das Beschreibende Verzeichnis der 169 nachgewiesenen Arbeiten. Zur leichteren Identifikation jedes der Instrumente bzw. Fragmente haben wir das Tielke-Werkverzeichnis erstellt; jedes Stück hat darin seine TieWV-Nummer (daneben wird -- wo zutreffend -- zusätzlich die von Günther Hellwig 1980 vergebene Nummer genannt, die GH-Nummer). Das Werkverzeichnis ist choronologisch, unabhängig vom Instrumententyp. |
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